28.01.2013

Von emotionaler flachwichserei und Neandertalern



Die Waage zeigt erschreckendes Gewicht an, bin heute rund sechs tausend schritte gelaufen, ich rauche viel zu viel in letzter Zeit und verdammt: Wieso hat Karokaffee so viele Kalorien?!

Also ja ich lebe noch, aber ich fühle mich seltsam leer, fast wie ausgebrannt. Ich kenne das schon, das kommt vor, bleibt einige Wochen und geht wieder. Meine traumatische Jahresdepression quasi. Manchmal kommt sie sogar zweimal im Jahr. Oder dreimal. Zu nichts Lust und darauf erst recht nicht. Arbeiten, essen, schlafen gehen. So sieht das im Moment aus und es füllt mich in keiner weise aus. Ich bin grundsätzlich dumm. Also nicht was wissen anbelangt sondern auf emotionaler Ebene. Ich habe den Schalter im inneren noch nicht gefunden der bei fremden Problemen nicht angeht und ich mich wegdrehen kann mit so einem Achselzucken das signalisiert das mich das einen scheißdreck interessiert. Demnach lade ich mir die Probleme von anderen auch noch auf, spreche im Gegenzug aber an sich so gar nicht über meine. Hat auch nie jemand nach gefragt und ich tus auch nicht. Was geht andere Leute der Mist an der in meinem Kopf ist und um ihn herum passiert? Da andere aber nicht so denken und demnach sozialer sind als ich höre ich zu und habe ein Problem mehr in meinem Leben weil ich dann dumm genug bin mich damit auch noch zu beschäftigen und Lösungen zu finden bevor ich meins wieder aufgreife. Im besten Fall bekommt man dafür nicht mal ein Danke sondern fortwährend einen Tritt in den Arsch. Also bin ich in der Hinsicht dumm – das ist es nicht endlich mal lerne das der Welten Undank früher oder später immer der selbstlosen Hilfe folgt. Wundert mich also nicht wenn Leute gerne einen neuen Weltuntergang prophezeien. Meine lieben – wir sind doch schon mitten drin. Wir kamen aus der Höhle und nahmen unsere bis dato einwandfreien Neandertaler Manieren mit ins neue Zeitalter. Gibt wohl dinge die ändern sich nie. Zum Beispiel Menschen.

Da bin ich nun. 28 Jahre alt. Gehe stark auf die 30 zu und muss sagen: „ “

Ja. Genau. Was soll ich dazu sagen? Ich sehe weder vor noch rück nur das was eigentlich nicht hätte kommen sollen und trotzdem kam. Das Leben formt den Menschen. War das Leben bisher so scheiße zu mir? Nicht das ich wüsste. Rückschläge, Tränen, Wut – alles natürlich, ich war ja nicht tot. Und es gibt immer noch jemanden dessen Leben garantiert fragwürdiger ist. Manche davon leben sogar nebenan.

Vorsätze fürs neue Jahr:
-         Nicht mehr so oft fluchen
-         Niemandem mehr die Pest an den Hals wünschen
-         Ein Uhu werden
-         Weniger Rauchen
-         Lernen Nein zu sagen
-         Jeden Tag staubsaugen
-         Literaturagenten besorgen

Ach… alle schon am 1. Januar gebrochen. Dazu sind sie da.

Liebe Grüße
Aya

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Followers

Lest!

  • Klopfer ist genervt vom Fernsehprogramm und kommentiert die Pläne für Sat.2 https://www.klopfers-web.de/blog_1779 [image: Das Fernsehen von morgen ist sc...
  • 1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr? 7,5 Es war nicht perfekt, aber im Großen und Ganzen eigentlich ganz schön. Ich hatte bis Augu...
  • Was war das für ein Traum heute früh? Vermutlich, weil ich letzte Tage an Opas Geburtstag gedacht und darüber getrötet hatte (sichtbar für meine Followys*)...
  • Anfang Januar hatten wir bereits unser erstes Treffen mit der evangelischen Pfarrerin. Ich war etwas nervös, aber doch sehr neugierig darauf, was denn da ...
  • Follow my blog with Bloglovin Vor-10-Jahren-ich gemalt von meinem Freund Timo, nicht nur ein episches Geschenk, sondern auch sehr passend für diesen Post! ...
  • PEGIDA heut hat in München einen absolut epischen Reinfall kassiert. Zuerst sagt Else von COMPACT ab… hat wohl schon vorausgesehen was ihn auf der LBM erwa...
  • Jan und ich haben eine neue Wohnung gefunden. Innerhalb eines Monats wurde von uns also vollkommen überstürzt organisiert damit wir den Wohnungstausch in...

Gezwitschertes